13.09.2007
New Phaeton
Euro-5-taugliches Triebwerk, leichtes Facelift und jede Menge neuer Elektronik. VW schickt den Phaeton in eine neue Runde.
Anders als man es sich sonst von Volkswagen gewohnt ist, hatte sich die Schöpfung Phaeton nicht zum Platzhirsch der Luxusklasse entwickelt. Das kann nicht an den Eigenschaften des Wagens liegen, denn der allradgetriebene Kreuzer im Grossformat punktet in den Disziplinen Komfort, Leistung, Luxus und Technologie nicht minder hoch als die etablierte Konkurrenz. Und keiner rollt aus einer so edlen Produktion wie der Phaeton aus der gläsernen Manufaktur in Dresden.
Jetzt steht er leicht verjüngt da, erkennbar an den Tagfahrlicht-LED-Streifen unterhalb der neu konstruierten Bi-Xenon-Scheinwerfer – Konzernschwester Audi lässt grüssen. Unter der Haube arbeitet der neue 3.0-V6-Diesel, der dank zahlreicher Massnahmen bereits die ab 2009 gültigen Euro-5-Abgasnormen erfüllt. Beim Start fürs geschulte Ohr noch entfernt als Selbstzünder erkennbar, übt er sich über den ganzen Rest der Zeit unterwegs in vornehmer Zurückhaltung; nur 62 dB(A) bei 120 km/h ist bemerkenswert ruhig. Die 236 PS starke Maschine mit 6-Stufen-Automatik macht aus der über 2,2 t schweren Limousine – ja, der Phaeton war noch nie ein Leichtgewicht – keinen Sportwagen, beschleunigt sie aber in 8,7 s standesgemäss von null auf Tempo 100. Der Testverbrauch (9,7 L/100 km) ist eine unfreiwillige Huldigung ans Gewicht. Gegenüber dem bisherigen 3.0 TDI mit 225 PS kann der neue Phaeton den Verbrauch halten, beschleunigt aber um sechs Zehntel schneller auf hundert.

